Satzung


Satzung Urzelnzunft Sachsenheim e.V.


Satzung der Urzelnzunft Sachsenheim e.V.


§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen: URZELNZUNFT SACHSENHEIM
Nach erfolgter Eintragung in das Vereinsregister erhält er den Zusatz „eingetragener Verein“
(e.V.)
2. Der Verein hat seinen Sitz in Sachsenheim/Württemberg.
3. Das Geschäftsjahr beginnt am 01. Januar und endet am 31. Dezember.

§ 2 Zweck und Ziel

1. Der Verein bezweckt die Erhaltung, die Pflege und Fortentwicklung des aus dem siebenbürgischen Agnetheln eingeführten Narrenbrauchs des Urzelnlaufens, insbesondere
die Erhaltung durch Beratung Betreuung und Hilfestellung des Häses (Anzuges) und der
Brauchtumsfiguren, sowie des Urzelnlaufes selber.
2. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Ziele.
3. Der Verein dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken im Sinne des
Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung durch seine Tätigkeit im
Hinblick auf die Erhaltung und Förderung alten Brauchtums.
4. Eine Änderung des Vereinszweckes ist ausgeschlossen.
5. Mittel können nur für satzungsmäßige Vorhaben verwendet werden. Die Mitglieder erhalten
keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem
Zweck des Vereins fremd sind oder unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt
werden.
6. Der Verein verfolgt seine Ziele in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der
Kreisgruppe Sachsenheim der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland
e.V. Insbesondere Aktivitäten in Sachsenheim können von beiden Partnern gemeinsam
organisiert werden.

§ 3 Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft können alle Personen erwerben, die die Satzung des Vereins anerkennen
und sich für seine Ziele einsetzen. Sie ist schriftlich(bei Minderjährigen durch den
Erziehungsberechtigten) beim Vorstand zu beantragen, der über die Aufnahme in den Verein
entscheidet. In diesem Sinne kann jeder Mitglied werden der sich mit unserem Brauchtum
verbunden fühlt.
2. Die Mitgliedschaft kann aktiv oder passiv sein, d.h. das Mitglied nimmt sein Recht war an
allen Veranstaltungen und Tätigkeiten teilzunehmen, oder es ist aus welchen Gründen auch
immer nur unterstützend tätig.
3. Jedes ordentliche Mitglied hat ein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung. Die
Wahlberechtigung gilt ab einem Alter von 16 Jahren.
4. Der Vorstand kann die Vergabe einer Ehrenmitgliedschaft beschließen, diese haben jedoch
kein Stimmrecht.
5. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.
6. Der Austritt ist schriftlich vor Beginn des letzen Quartals zum Jahresende des Geschäftsjahrs
beim Vorstand einzureichen.
7. Der Ausschluss eines Mitgliedes kann vom Vorstand beschlossen werden, falls das Mitglied:
- in unzumutbarer Weise den Vereinsfrieden stört oder das Vereinsansehen schädigt (2/3
Mehrheit )
- mit seinem Vereinsbeitrag mehr als ein Jahr im Verzug ist.
Der Betroffene kann schriftliche Beschwerde einlegen (mindestens 2. Wochen vor der
Mitgliederversammlung ) über die die Mitgliederversammlung sodann entscheidet.
8. Das Ausscheiden bzw. die Streichung wird schriftlich bestätigt.
9. Der Vorstand oder die Mitgliederversammlung kann sowohl materielle als auch sonstige
Bußen verhängen, wenn das Benehmen eines Mitglieds sich schädigend auf den Ruf oder
den Ablauf der Tätigkeiten des Vereins auswirkt. Der Betroffene hat dabei die gleichen
Rechte und Möglichkeiten wie unter Punkt 7.
10. Die Teilnahme an einzelnen Tätigkeiten des Vereins von Nichtmitgliedern kann nach
Maßgabe des Vorstandes durch Zahlen eines einmaligen, kostendeckenden Beitrages,
beschlossen und genehmigt werden.
11. Die Höhe und Fälligkeit des Beitrages aller Mitglieder wird vom Vorstand vorgeschlagen
und von der Mitgliederversammlung genehmigt.
12. Zur Bestreitung von besonderen und außerordentlichen Ausgaben können Sonderbeiträge
beschlossen werden. Diese sind vom Vorstand zu beantragen und von der
Mitgliederversammlung zu genehmigen.
13. Der Einzug der Beiträge erfolgt grundsätzlich durch Abbuchung.
14. Außerordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.

§ 4 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:
1. die Mitgliederversammlung
2. der Vorstand
3. die Kassenprüfer und deren Stellvertreter.

1. Mitgliederversammlung.
- Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan.
- Sie findet mindestens einmal pro Jahr statt. Ort und Zeit werden durch den Vorstand
spätestens ein Monat vor dem Termin unter Bekanntgabe der Tagesordnung allen
Mitgliedern des Vereins mitgeteilt.
- Zur Bekanntmachung können alle bekannten und üblichen Medien genutzt werden.
- Die Tagesordnung muss mindestens folgende Punkte enthalten:
a. Feststellen der Ordnungsmäßigkeit der Einladung.
b. Feststellen der Anwesenheit und Beschlussfähigkeit (mindestens 10% der Mitglieder
muss anwesend sein.)
c. Bericht des Vorsitzenden
d. Bericht des Kassenwarts(Säckelmeisters)
e. Bericht der Kassenprüfer
f. Bericht der Vorstandsmitglieder (Vertreter)
g. Anträge
h. Entlastung
i. Im Wahljahr Wahlen
Zusätzliche Anträge zur Tagesordnung können auf schriftlichem oder mündlichem Wege
mindestens 14 Tage vor der Mitgliederversammlung von stimmberechtigten Mitgliedern
eingebracht werden und müssen zur Abstimmung gebracht werden, sie dürfen aber keinen
satzungsändernden Charakter haben.
Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit.
Anlässlich der Mitgliederversammlung ist die Rechnungslegung des Vorstandes der
Genehmigung zu unterbreiten. Über diese haben zuvor die Kassenprüfer zu befinden.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann bei Bedarf oder auf Antrag des
Vorstandes oder von mindestens 10% der Mitglieder einberufen werden.
Aufgaben der Mitgliederversammlung.
- Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer.
- Entlastung des Vorstandes
- Bestimmung des Beitrittes, Austrittes oder Verbleibs in anderen Organisationen oder
Verbänden.
- Validierung von Beschlüssen des Vorstandes gemäss dieser Satzung.
- Erbringt Vorschläge zur besseren Organisation oder sonstiger Art.
- Ändern der Satzung bei 2/3 Mehrheit.
- Sie kann auch vor Ablauf der Amtszeit Vorstandsmitglieder abberufen oder neu
bestellen.

2. Der Vorstand besteht aus:
- dem/der 1.Vorsitzenden (Zunftmeister/in)
- dem/der 2.Vorsitzenden (Vizezunftmeister/in)
- dem/der 3.Vorsitzenden
- dem/der 4.Vorsitzenden
- dem Kassenwart (Säckelmeister)
- dem/der Schriftführer/in (Sudler/in)
- dem/der Kulturbeauftragten
- dem Zeugwart
- dem/der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit
- dem/der Jugendvertreter/in
- den Partenführern (auch von Parten außerhalb Sachsenheims sofern diese Mitglieder
des Urzelnvereins Sachsenheim sind.)
- dem/der Vorsitzenden der Siebenbürgisch sächsischen Landsmannschaftsgruppe
Sachsenheim.
- Stellvertreter der obigen Funktionen nach Bedarf (und von der Mitgliederversammlung
gewählt)
Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 4
Jahren gewählt. Um die Kontinuität der Führung zu gewährleisten werden der 1. und 3.
Vorsitzende im Zeitversatz von 2 Jahren zu dem 2. und 4. Vorsitzenden gewählt.
Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während der Amtsperiode aus, wählt der Vorstand
kommissarisch ein Ersatzmitglied für die ausgeschiedene Person.
Der Vorstand leitet den Verein (die Zunft) entsprechend dieser Satzung. Die Beschlüsse
werden mit einfacher Mehrheit gefasst. (Ausnahmen werden im Text erwähnt).
Aufgaben des Vorstandes:
- Abhalten von Vorstandssitzungen nach Bedarf, jedoch mindestens einmal pro Jahr.
- Führung der Mitgliederliste
- Verwaltung von Beiträgen, Spenden und des Vereineigentums
- Bestimmung des Mitteleinsatzes
- Vorbereiten und organisieren der Mitgliederversammlungen, des Urzelnlaufs,der
Ausfahrten und Veranstaltungen.
- Organisation der Teilnahme an Veranstaltungen zum Thema Brauchtum, insbesondere
bei Mitgliedschaften in Dachvereinen oder Verbänden.
- Sicherung des Brauchtums (Reinheit, Masken, Anzüge, Zubehör, Urzelnlauf, etc.)
- Rechnungslegung vor der Mitgliederversammlung.
- Öffentlichkeitsarbeit
- Kontakt zu Behörden und Organisationen.

3. Kassenprüfer.
- Maximal 2 Kassenprüfer und deren Stellvertreter werden für eine Amtsperiode von vier
Jahren gewählt.
- Ihre Aufgabe ist die Prüfung des Finanzgebarens und der Kasse des Vereins.
- Sie behalten Ihr Mandat bis zur nächsten Wahl und dürfen nicht Mitglied des Vorstandes
sein.
- Die Kassenprüfungen gehen jeweils über das abgelaufene Geschäftsjahr.
- Das Resultat der Prüfungen wird der Mitgliederversammlung schriftlich dargelegt.
-

§ 5 Vertretung des Vereins

Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den 1. und 2.
Vorstandsvorsitzenden vertreten.
Jeder ist alleinvertretungsberechtigt. ( Vorstand gem. § 26 BGB)
Im Innenverhältnis soll gelten, dass die stellvertretenden Vorsitzenden nur bei
Verhinderung des 1. Vorsitzenden tätig werden sollen. Sind alle verhindert fällt diese
Aufgabe auf den Kassenwart (Säckelmeister). Gleiches gilt für alle Stellvertreter.

§ 6 Beurkundungen der Beschlüsse

Von jeder Mitgliederversammlung und jeder Vorstandssitzung ist ein Protokoll
anzufertigen, das von einem Vorsitzenden und dem Schriftführer (Sudler) zu unterzeichnen
ist.
Bei Bedarf sind die Protokolle jedem Mitglied zugänglich zu machen.

§ 7 Satzungsänderung
Satzungsänderungen die vom Finanzamt oder Registergericht verlangt werden, kann der
Vorstand mit einfacher Mehrheit beschließen.
Anträge auf Änderungen dieser Satzung müssen schriftlich mindestens 14 Tage vor der
Mitgliederversammlung beim Vorstand eingereicht werden. Sie müssen in der
Mitgliederversammlung veröffentlicht werden und können mit 2/3 der gültigen Stimmen
angenommen werden.

§ 8 Ehrungen und Auszeichnungen
Der Vorstand kann durch einfachen Mehrheitsbeschluss Ehrungen und Auszeichnungen
sowohl an Mitglieder als auch an verdienstvolle Bürger und Helfer vergeben.
Diese dürfen jedoch den materiellen Rahmen der Steuer und Finanzvorgaben nicht
überschreiten.
Der Vorstand hat auch das Recht Mitglieder für Ehrungen durch andere Organisationen
Verbände oder Vereine vorzuschlagen.
Nach Erlangen der Gemeinnützigkeit kann der Verein für Spenden und Zuwendungen
Spendenquittungen im gesetzlichen Rahmen vergeben.

§ 9 Inkrafttreten und Auflösung
Vorstehende Satzung wurde von der Mitgliederversammlung der Urzelnzunft am 14.03.2003 sowie
Ergänzungen am 26.09.2003 und 11.06.2004 angenommen.
Sie tritt mit dem Tag der Zustimmung in Kraft.
Die Auflösung des Vereins bedarf der 2/3 Mehrheit der stimmberechtigten anwesenden
Mitglieder.
Eine schriftliche Stimmabgabe ist nicht möglich.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu
verwenden.
Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des
Finanzamtes ausgeführt werden.

Urzelnzunft Sachsenheim e.V.