Zunftregeln

Das Häs

Der Urzelnanzug oder das Häs ist aus grobem Leinenstoff gefertigt. Unzählige schwarze Tuchlappen (früher Reste-Urzen) werden in Querreihen so aufgenäht, daß die weiße Unterlage des Anzuges bei Bewegung, durchschimmert. Vor das Gesicht kommt eine bemalte Maske aus feinem Drahtgeflecht die den Urzel unkenntlich macht. Die Maske wird, zusammen mit einem ebenfalls mit schwarzen Tuchstreifen besetzten Kopftuch, mit Fell eingefaßt. Dieses bedeckt die Schultern und endet auf dem Rücken mit einem bodenlangen Zopf aus Hanf.

Um die Hüfte hat der Urzel einen breiten Gurt, an dem 1 - 2 große Glocken befestigt sind. Eine Peitsche aus Leder - die Korbatsch - mit einem Schmiß aus Hanf, eine Quetsche aus Eschenholz für Krapfen und eine Rätsche, vervollständigen die Ausrüstung des Urzels. Zur Erkennung trägt jeder Urzel, vorne und hinten, eine Nummer. Da die Urzeln in Parten (Gruppen) auftreten oder laufen, sind sie zusätzlich durch gleiche Partensymbole erkennbar. Der Urzel trägt schwarze Schuhe.

Urzelnzunft Sachsenheim e.V.